Tipps für den Alltag mit Schmerzen

Als Schmerzpatient sind Sie nicht nur Betroffener, sondern zugleich Experte in eigener Sache. In dieser Funktion wissen Sie am besten, was Ihnen guttut und was nicht. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, den Alltag mit chronischen Schmerzen noch besser bewältigen zu können.

  • Bemühen Sie sich um seelisches Gleichgewicht:
    • Vermeiden Sie Stress, da dieser Schmerzen verstärkt.
    • Genießen Sie die schönen Dinge des Lebens und entspannen Sie bewusst bei einem wohltuenden Bad, an der frischen Luft oder mit Ihrem Lieblingsbuch. So tritt der Schmerz in den Hintergrund.
    • Denken Sie positiv. Ihre Gedanken beeinflussen Ihr Wohlbefinden.
  • Werden Sie aktiv:
    • Treffen Sie Freunde und Bekannte, gehen Sie ins Museum oder machen Sie Ausflüge. So gewinnen Sie kostbare Lebensfreude zurück.
    • Planen Sie mehrmals die Woche Zeit für Bewegung ein.
    • Sprechen Sie offen über Ihre Beschwerden, Ängste und Sorgen. Ihr nächstes Umfeld sollte wissen, wie es Ihnen geht.
    • Suchen Sie Rat und Unterstützung in einer Selbsthilfegruppe. Durch den Austausch mit anderen Betroffenen erhalten Sie wertvolle Tipps, aber auch Trost, Anteilnahme und Verständnis.

Weiterführende Informationen

Informationen zu Schmerz und Demenz

Nur wenn Ihr Arzt umfassend über Ihre Schmerzerkrankung Bescheid weiß, kann er die richtige Diagnose stellen und Ihnen die optimale Therapie verordnen. Dazu benötigt er einige Unterlagen, Informationen und Angaben von Ihnen. Diese Informationen haben wir in einer " Checkliste zur Vorbereitung auf das Arztgespräch" zusammengefasst, die Sie sich hier als PDF-Datei downloaden können.


Broschüren zum Thema

"Chronischer Schmerz im Alter"

Die Deutsche Seniorenliga möchte ältere Menschen ermutigen, frühzeitig gegen ihre Schmerzen vorzugehen. Die Broschüre ‚Chronischer Schmerz im Alter' soll dabei helfen.

Der kostenlose Ratgeber beschreibt verschiedene Schmerzformen und erläutert den Unterschied zwischen akuten und chronischen Schmerzen. Ein Schwerpunkt liegt auf altersspezifischen körperlichen Veränderungen, die das Schmerzerleben beeinflussen sowie bei Diagnose und Therapie berücksichtigt werden müssen. Ein weiteres Kapitel widmet sich den verfügbaren Gruppen von Schmerzmitteln sowie nicht-medikamentösen Therapieformen. Dabei erfahren die Leser, warum Bewegung ein so wichtiger Pfeiler der Schmerzbehandlung ist. Ein heraustrennbarer Schmerzfragebogen soll dabei helfen, sich gründlich auf den Arztbesuch vorzubereiten.

"Schmerzen erkennen bei Demenz"

Fast die Hälfte aller älteren Menschen leidet unter Schmerzen. In Alten- und Pflegeheimen sind sogar bis zu 80 Prozent der Bewohner von dauerhaften Schmerzen betroffen. Da jeder Mensch Schmerz anders wahrnimmt, sind Ärzte auf die Mithilfe ihrer Patienten bei der Diagnose und Therapie von Schmerzen angewiesen. Doch schon diejenigen, die sich noch problemlos artikulieren können, erhalten häufig keine adäquate Behandlung. Das gilt erst recht für Demenzpatienten, die sich zu ihren Schmerzen nicht mehr äußern können. In diesen Fällen ergänzt bzw. ersetzt die Beobachtung die Selbstauskunft. Mit dieser Broschüre wollen wir Sie als Angehörige oder Angehörigen eines demenzkranken Menschen über typische Schmerzerkrankungen im Alter, Hinweise auf Schmerz, Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten informieren. Erkennen Sie die Zeichen und helfen Sie Ihrem Angehörigen aus der Schmerzfalle.

Die Broschüren "Chronischer Schmerz im Alter" und "Schmerzen erkennen bei Demenz" sind vergriffen und können hier online als PDF-Datei angefordert werden.